Mix Guide

Damit Sie eine geschmacks- bzw. wirkungsvolle Teemischung erhalten, haben wir für Sie einen Leitfaden erstellt, der Ihnen dabei helfen soll, Ihre persönliche Teemischung zu finden.
Geschmäcker sind verschieden und somit handelt es sich bei den folgenden Informationen um Anhaltspunkte. Keine festen Regeln !

Wie viele Zutaten soll eine Teemischung enthalten ?

Mehr als 7 verschiedene Zutaten sollte diese nicht enthalten, da sonst die einzelnen Zutaten nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind um die volle Wirkung bzw. den vollen Geschmack entfalten zu können. Oft reichen aber auch schon 3 Zutaten aus, um eine gute Teemischung herzustellen.
Manchmal ist weniger einfach mehr !

Welche Mengen soll ich wählen ?

Hauptzutaten

Man wählt in der Regel 1-3 Hauptzutaten aus, die ca. 50% bis 80 % der Gesamtmischung ausmachen und die Wirkung bzw. den Geschmack vorgeben.
Mischungen bei denen es hauptsächlich auf die Wirkung ankommt und bei Kräuterteemischungen, sollten in der Wirkungsart an die Hauptkräuter abgestimmt werden.

Wenn man einen beruhigenden Tee mischen möchte, hat es nicht viel Sinn einen Schwarztee (hoher Koffeingehalt, aufputschend) mit Baldrianwurzel (beruhigend) zu mischen, dabei würde es zu einer unerwünschten Wechselwirkung kommen.
Denn: Gleiches und Gleiches gesellt sich gerne...so auch beim Tee

Auch die Teesorten selbst empfehlen wir nicht zu mischen, zum Beispiel Schwarz- mit Grüntees, da diese zu unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und man wohl keine passende Temperatur und Ziehzeit finden wird, um aus beiden Tees das Optimale herauszuholen.

Man kann aber durchaus Schwarztees mit anderen Schwarztees mischen und Grüntees mit Grüntees oder etwas Mate dazu.

Wichtig ist es dabei, die Eigenschaften im Blick zu haben. Unterscheiden sich Temperatur und Ziehzeit der Tees zu stark, ist von einer Mischung meistens abzuraten.

Bei Kräutermischungen wird als Hauptzutat gerne Thymian, Pfefferminze, Birkenblätter, Kamille oder Mädesüßblüten getrunken. Bei Früchte- Teemischungen sollte der Fruchtanteil schon um die 80% der Gesamtmischung ausmachen. Dabei können aber verschiedene Früchte miteinander kombiniert werden. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Für eine fruchtige Teemischung sind die getrockneten Apfelstücke immer eine gute Geschmacksbasis vielleicht noch zu 1/3 mit Orangenschalen, Aroniabeeren oder getrockneten Mangostücke ergibt das eine gute Früchtemischung. Mit ein paar Hibiskusblütten oder fein geschnittenen Hagebuttenschalen erhält man einen fruchtig- roten Aufguß.

Ergänzende Zutaten

Dazu kommen dann noch ergänzende Zutaten, die ebenfalls bezüglich ihres Geschmacks und ihrer Wirkung auf die Hauptzutaten abgestimmt werden sollten.

  • geschmacksfördernd (15-30% der Gesamtmischung)
    Manche Teemischungen, denen man eine Besondere Wirkung zuschreibt, sind nicht so wohlschmeckend oder bringen nur wenig Eigengeschmack mit.
    In diesem Fall wird der Einsatz von geschmacksfördernden Kräuter oder Gewürze empfohlen.
    Beispiele hierfür : Melisse, Zitronenverbene, Anis, Pfefferminze, Fenchel oder Zimt
  • stabilisierend (10-20% der Gesamtmischung)
    Werden Teemischungen über längere Zeit gelagert kann es  passieren, dass sich die feinen oder schwereren Planzenteile am Boden absetzen und der Tee somit entmischt wird. Um dem entgegen zu wirken kann man Kräuter einsetzen, welche die kleinen Pflanzenteile an sich binden und somit eine Entmischung verhindern.
    Besonders geeignet sind von der Struktur her leicht wollige Kräuter. Beispiele hierfür wären Himbeerblätter und Salbei.
  • optisch aufbessernd (5-10% der Gesamtmischung)
    Sogenannte "Schmuckdrogen" werden eingesetzt, um Teemischungen optisch zu verfeinern.
    Da diese meist nur in kleinen Mengen in der Teemischung vorkommen, ist der Geschmack nicht ganz so entscheidend.
    Beispiele hierfür: Kamillenblüten, Ringelblumenblüten, Kornblumen, Hagebutten und Hibiskusblüten

Viele der genannten ergänzenden Zutaten können jedoch genauso gut als Hauptzutat dienen, wie z.B.: Kamille, Pfefferminze und Fenchel